Chemnitz Crusaders

LEHRSTUNDE IN POTSDAM
April 2026

Nicht nur die Crusaders waren am vergangenen Samstag im Großraum Berlin unterwegs. Auch die Spielgemeinschaft aus Chemnitz Claymores und Erzgebirge Miners absolvierte ihr erstes Spiel der Saison. Gegner die Potsdam Royals mussten die sächsischen Jungs und Mädchen eine herbe 54:0 (10:0/14:0/8:0/22:0) hinnehmen. Zu Beginn des Spiels konnte die Offense der Spielgemeinschaft aus Claymores und Miners durch einen längeren Lauf von Quarterback Simon Schlag guten Raumgewinn erzielen. Einige Strafen auf Seiten der Offense machten diesen Anfangserfolg jedoch wieder zunichte, sodass sich die Offense vom Ball trennen musste. Die Defense fand ganz gut ins Spiel gab dem Gegner aber auch unnötige Raumgewinne durch Strafen. Bei einer Strafe verletzte sich auch noch einer der Stammspieler in der Line an der Schulter, sodass er nicht weiterspielen konnte. Trotz dieses Rückschlags konnte die Defense die Potsdamer Offense wieder vom Platz schicken. Im darauffolgenden Drive setzte sich nun zunehmend die Potsdamer Defense durch. Nach einigen Runs ohne Raumgewinn und einer weiteren Strafe gelang es den Royals, Quarterback Simon Schlag für einen Safety in der eigenen Endzone zu tacklen. Die Potsdamer Offense legte im nächsten Drive nach und setzte noch einen Touchdown oben drauf. Zu allem Unglück verletzte sich in dem Drive ebenso eine weitere Stütze in Offense wie Defense nach einem Kontakt mit einem Gegenspieler, sodass er nicht mehr weiterspielen konnte. Unter diesen personellen Engpässen wurde die Variabilität im Spiel der Claymores/Miners zunehmend eingeschränkt.

Die Pechsträhne fand aber kein Ende, als im nächsten Drive die Chemnitzer Offense durch einen Fumble den Ball kurz vor der eigenen Endzone verlor. Die Potsdamer nutzten die Chance und erhöhten ihre Führung mit einem weiteren Touchdown. In diesem Rhythmus ging das Spiel nun weiter. Der Defense gelang es zwar die Offense der Potsdamer erneut zu stoppen, nach einem verunglückten Snap beim Punt standen die Royals aber direkt wieder vor der Chemnitzer Endzone und konnten anschließend recht schnell weitere Punkte für sich verbuchen. Die Offense konnte im weiteren Spielverlauf zwar ab und zu vereinzelt Akzente setzen, schaffte es aber nicht, weit in die Potsdamer Spielfeldhälfte vorzudringen. Dasselbe galt für die Defense, welche den Gegner mehrfach zum Punt zwingen, aber einzelne Big Plays der Runningbacks und Tight Ends nicht verhindern konnte. 

Am Ende ging das Spiel mit 00:54 deutlich verloren. Bei der Bewertung dieser Niederlage muss man aber auch die Altersstruktur der beiden Mannschaften berücksichtigen. Die Spielgemeinschaft aus Claymores und Miners hat alle, eigentlich in der B-Jugend spielberechtigten Spieler aus dem Jahrgang 2009 an die A-Jugend abgegeben, damit diese genug Spieler hat und spielfähig ist. Im Gegensatz dazu bestand der Kader der Potsdam Royals zu einem Großteil aus Spielern des Jahrgangs 2009. Dazu kamen auch noch ein bis zwei Spieler aus dem Jahrgang 2008, die nur in der B-Jugend spielberechtigt sind, weil Potsdam aktuell keine eigene A-Jugend besitzt. Diese war Ende Februar vom Spielbetrieb der GFL Juniors abgemeldet worden. Der Unterschied im Alter und den körperlichen Voraussetzungen war auf dem Platz definitiv zu sehen. Nichtsdestotrotz soll das nicht über eigene Fehler hinwegtäuschen, an denen die Coaches und Spieler bis zum nächsten Spiel am 2. Mai gegen die Berlin Bears noch arbeiten müssen.

 

Fotos: Alexander Lenz

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